Zentrum für Wissenschaft, Forschung und europäische Spiritualität

Beschreibung von Projekten und Projektvorhaben

Aktuelle Forschungsprojekte, die sich auf Hildegard von Bingen beziehen, werden im folgenden Katalog erfasst. So entsteht ein Überblick über aktuelle Fragestellungen und erbrachte Ergebnisse auf internationaler Ebene. Zugleich können die Projektthemen Impulse zu Tagungen liefern und weitere Forschungsperspektiven eröffnen.

Information zur Beteiligung

Collaborative authorship in twelfth-century Latin literature. A stylometric approach to gender, synergy and authority (PhD project)

Projektleiter:
Jeroen Deploige (advisor), Mike Kestemont, Wim Verbaal (co-advisors)

Mitarbeiter:
Jeroen De Gussem

Institution:
Ghent University

Zeitraum:
2015-2019

Link:
zum Projekt

Édition des opuscules monastiques d’Hildegarde de Bingen dans Sources Chrétiennes

Institution:
Sources Chrétiennes

Projektteam:
Hildegarde Boemare, Mechthild Dreyer, Laurence Mellerin, Maura Zátonyi

Beschreibung:
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Hildegard of Bingen’s allegorical visions in the context of twelfth century performative exegesis (PhD project)

Projektleiter:
Wim Verbaal (advisor), Jeroen Deploige (co-advisor)

Mitarbeiter:
Dinah Wouters

Institution:
Ghent University

Zeitraum:
2015-2019

Link:
zum Projekt

Immagini, simboli, narrazioni. Linguaggi e strumenti di comunicazione nel cristianesimo fra Medioevo ed età contemporanea

Projektleiter:
Marco Giuseppe Rainini

Mitarbeiter:
Gian Luca Potestà, Raffaella Perin, Carlo Alessandro Bonifacio, Francesca Perugi, Federica Villa

Institution:
Università Cattolica del Sacro Cuore, Milano

Zeitraum des Projektes:
2018-2020

Beschreibung:
"La considerazione del mondo e delle vicende storiche in ambito cristiano è oggetto di una costante rilettura alla luce della rivelazione. Questa rilettura si compie attraverso modelli e strumenti di elaborazione e di comunicazione che mutano lungo i secoli. Il confronto con i sistemi intellettuali e tecnologici con cui di volta in volta le comunità cristiane entrano in contatto gioca a questo riguardo un ruolo fondamentale, e mette in luce elementi di flessibilità ma anche di resistenza. L’interazione fra queste tensioni avviene anche attraverso crisi e snodi, a volte drammatici. La ricerca si propone di indagare i linguaggi, i codici di interpretazione e i modi e gli strumenti di trasmissione del messaggio cristiano, con particolare attenzione ad autori o periodi storici particolarmente significativi"

Lesebuch der Hildegard von Bingen: Ausgewählte Texte aus ihren Werken

Projektleiterin:
Maura Zátonyi

Mitarbeiter:
Klemens Weiß

Institution:
Beuroner Kunstverlag / St. Hildegard-Akademie Eibingen e.V.

Beschreibung:
In den Jahren 2010-2016 erschien im Beuroner Kunstverlag die deutschsprachige Gesamtausgabe der Werke Hildegards von Bingen in zehn Bänden. Damit haben Leserinnen und Leser deutscher Sprache Zugang zu den Schriften der berühmten Visionärin aus dem Mittelalter, die 2012 zur Kirchenlehrerin erhoben wurde, erhalten. Die Lektüre der Werke Hildegards erweist sich jedoch schwierig: ihre Bildersprache und ihre Wortwahl, ihre mittelalterliche Gedankenwelt und ihre uns fremde Kultur. Daher enthält der geplante Band eine Auswahl von Texten, welche Themen behandeln, die bei heutigen Leserinnen und Lesern auf Resonanz finden. Es bietet zugleich einen Querschnitt durch das gesamte Werk Hildegards und ermöglicht sowohl das große Spektrum der Themen als auch die Vielfalt der literarischen Formen aufzuzeigen. Vor jedem Text steht eine kleine didaktische Hinführung, die zum Verstehen der Texte beiträgt und auch einlädt, aus den Texten Impulse für das eigene Leben zu gewinnen.

Inhaltsverzeichnis:

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Lexikon der Bildsprache Hildegards von Bingen

Projektleiter:
Michael Embach

Zeitraum des Projektes:
Voraussichtliche Laufzeit ca. 5 Jahre

Beschreibung:
Ziel des Vorhabens ist es, die bildliche Sprache Hildegards auf eine begrifflich-kategoriale Ebene zu überführen. Ausgehend von der ersten Visionsschrift, dem „Scivias“, soll ein Inventar der von Hildegard verwendeten Sprach- und Vorstellungsbilder erstellt werden. Diesen bildlichen Lemmata soll ein begriffliches Äquivalent bzw. ein begriffliches Äquivalenzfeld zur Seite gestellt werden. Neben der semantischen Erschließung sollen, sofern möglich, die Quellen von Hildegards Sprachbildern angegeben werden. Damit soll es dem modernen Leser ermöglicht werden, einen leichteren Zugang zu den Schriften Hildegards zu finden.

Scivias. Viaggo nelle Immagini - The Journey into the Images

Arbeitstitel:
A proposal for an iconographic reading of the images
The Miniatures of Scivias

Projektleiterin:
Sara Salvadori

Abstract:
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Titelblatt:
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Kontakt:
VIA DEI RUSTICI 6
50122 FIRENZE
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Die Sibylle, die Sponheimer und der letzte Kaiser. Politik und Prophetie im Hildegard-Kloster (Buchprojekt)

Projektleiter:
Dr. Matthias Schmandt

Institution:
Museum am Strom

Zeitraum des Projektes:
2017-2020

Beschreibung:
Das Projekt geht von der Möglichkeit aus, dass Hildegards prophetischer Selbstentwurf bzw. die auf sie projizierten prophetischen Erwartungen sich am Typus der Sibylle orientieren. Dazu werden Transformationen des Narrativs von der tiburtinischen Sibylle seit der Mitte des 11. Jahrhunderts und deren reale politische Auswirkungen in konkreten historischen Kontexten der Reichsgeschichte in den Blick genommen. Dabei fällt von Anfang an eine exponierte Rolle des in Mitteleuropa weit verzweigten Familienverbandes der Sponheimer ins Auge, deren Repräsentanten bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts durch ihr politisches Handeln als „Akteure“ eschatologisch-sibyllinischer Geschichtsentwürfe in Erscheinung treten. Auf diesem Weg scheint ein sibyllinisches Prophetiekonzept an Jutta von Sponheim und später Hildegard von Bingen herangetragen worden zu sein, das sich zunächst im Kontext sponheimischer Aktivitäten im Bereich der Heidenmission und in den Kreuzzugsaktivitäten 1147/48 zu bewähren hatte und erneute Aktualisierung im Kontext des großen Schismas zwischen 1158 und 1177 erfuhr. Wenn derart ein sibyllinisches Rollenkonzept als „Ausgangspunkt“ für Hildegards prophetisches Wirken plausibel gemacht werden kann, so ist damit auch ein Maßstab gewonnen, anhand dessen Hildegards Werk in seiner Individualität und Originalität beurteilt werden kann, indem Ausgestaltungen dieses Entwurfes bzw. ihre Erweiterungen und Abweichungen davon nachgewiesen werden.

Wissenschaftliche internationale Gesamtbibliographie

Projektleiterin:
Dr. Maura Zátonyi OSB

Mitarbeiterin:
Melanie Mortelé

Institution:
St. Hildegard-Akademie Eibingen e.V.

Zeitraum des Projektes:
2017-2021

Beschreibung:
Die Kenntnisnahme von Literatur, sowohl von Primärquellen als auch von Studien, bildet für jegliche wissenschaftliche Arbeit das Fundament. Daher ist eine gezielte Erforschung von Leben und Werk Hildegards von Bingen auf eine gute Bibliographie angewiesen. Die im Jahre 1998 herausgegebene Bibliographie* gilt immer noch als unentbehrlich. Umso dringender stellt sich die Aufgabe, diese Bibliographie fortzuführen und die seit 1998 erschienenen Titel systematisch zu erfassen. Dieser Notwendigkeit nimmt sich das vorliegende Projekt an. Zum einen wird die Bibliographie ab 1998 systematisch erstellt, zum anderen werden alle Titel - vor und nach 1998 - digital erfasst. Das Ziel ist, eine online zugängliche wissenschaftliche internationale Gesamtbibliographie auf der Homepage der St. Hildegard-Akademie Eibingen e.V. einzurichten.

*Hildegard von Bingen. Internationale wissenschaftliche Bibliographie, unter Verwendung der Hildegard-Bibliographie von Werner Lauter, hg. Marc-Aeilko Aris, Michael Embach, Werner Lauter, Irmgard Müller, Franz Staab, Scholastica Steinle OSB, Mainz 1998.

Das Projekt wird vom Verein der Freunde der Benediktinerinnenabtei St. Hildegard e.V. gefördert.