Zentrum für Wissenschaft, Forschung und europäische Spiritualität

Für alle Vorträge gilt:

  • Ort: Abtei St. Hildegard, Gruppenraum
  • Beginn: 18:15 Uhr
  • Zur Einstimmung herzliche Einladung zur Vesper (Abendgebet) um 17:30 Uhr in der Abteikirche!
  • Der Eintritt zum Vortrag ist kostenlos, verbunden mit der Bitte um Spenden zur Unterstützung der Arbeit der St. Hildegard-Akademie.

Ein Vor-Denker gibt zu denken: das bleibende Erbe des Thomas von Aquin

Prof. Dr. Dr. Elisabeth Zwick, München
Lehrstuhl für allgemeine Pädagogik, Erziehungs- und Sozialisationsforschung, Ludwig-Maximilians-Universität München

  • Datum: Freitag, 13. September 2019, 18.15 Uhr

Thomas von Aquin (1224-1274), einer der größten Philosophen und Theologen des Abendlandes, lebte in einer Zeit des Umbruchs, das gesellschaftliche Gefüge veränderte sich ebenso wie die Welt des Denkens. Dieser neuen Welt gab Thomas von Aquin ein neues Fundament. Seinen Gedanken über Gott, den Menschen und die Welt nachzugehen bedeutet, ein Erbe zu erkunden, das bis heute eine Quelle ist, um neue Wege in Wissenschaft, Forschung und Spiritualität zu erschließen.

Martin von Tours - Patron von Europa in spannenden Umbruchszeiten der Weltgesellschaft und Wegbegleiter in einen neuen Stil des Christentums

Prof. Dr. Margit Eckholt, Osnabrück
Professur für Dogmatik mit Fundamentaltheologie, Institut für katholische Theologie, Universität Osnabrück, Leiterin des Stipendienwerks Lateinamerika-Deutschland e.V.

  • Datum: Donnerstag, 28. November 2019, 18.15 Uhr

Martin von Tours war ein Glaubenszeuge „an der Schwelle“, noch bevor sich die Reichskirche im 4. Jahrhundert mit ihren spezifischen Strukturen und Privilegien ausbildete, ein Christ, Glau­benszeuge, Bischof, der das Evangelium in der Rückbindung an die von Jesus von Nazareth erschlossene Tiefe des Glaubens an den lebendigen und barmherzigen Gott verkündet hat. Das Symbol, in dem sich diese Ansage des Evangeliums „ver­dichtet“, ist das Bild der Begegnung Martins mit dem Bettler, die Teilung des Mantels, ein Bild, das auf immer wieder neuen Wegen in der Geschichte in Zeit und Kultur übersetzt worden ist und so zu einem, auch die säkularen Traditionen Europas prägenden Kulturgut geworden ist. Mit Blick auf Martin von Tours ist es möglich, in einen neuen „Stil“ des Christlichen zu finden, ein lebendiges, missionarisches Christ-Werden im Dialog mit anderen Kulturen und Religionen.