Zentrum für Wissenschaft, Forschung und europäische Spiritualität

Hier gibt es die Möglichkeit zum Rückblick auf Veranstaltungen, die im Rahmen der St. Hildegard-Akademie stattgefunden haben.


 

Wo lebte Hildegard wirklich? – Exkursion nach Sponheim und zur Klosterruine Disibodenberg

  • Führung: Dr. Eberhard J. Nikitsch
  • Datum: Samstag, 08. Juni 2019, 13.30 Uhr.

Hildegard bezog im Jahr 1112 als junges Mädchen gemeinsam mit ihrer Magistra Jutta von Sponheim die Frauenklause des Benediktinerklosters Disibodenberg. Hier verbrachte sie die prägenden frühen Jahre, folgte Jutta nach und verfasste dort noch vor ihrem Wechsel auf den Rupertsberg bei Bingen mit dem „Liber Scivias“ (Buch der Wegweisung) ihr erstes Werk: Gründe genug, um der Frage nach dem Ort des Geschehens unter verschiedenen Aspekten nachzugehen.

Die Führung ist kostenlos, verbunden mit der Bitte um Spenden zur Unterstützung der Arbeit der St. Hildegard-Akademie.

  • Teilnehmer: max. 20 Personen
  • Treffpunkt: Der Treffpunkt wird mit der Bestätigung der Anmeldung bekanntgegeben.

Um verbindliche Anmeldung wird gebeten: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die frühen Katharer im Rheinland – Ketzerbekämpfung im 12. Jahrhundert

PD Dr. Michael Oberweis, Mainz

  • Datum: Mittwoch, 05. Juni 2019, 18.15 Uhr

Seit der Mitte des 12. Jahrhunderts verbreitete sich in der abendländischen Christenheit die Häresie der Katharer, die vor allem im Süden des heutigen Frankreich zahlreiche Anhänger fand, aber in ihren Anfängen auch in rheinischen Städten wie Köln, Bonn oder Mainz bezeugt ist. Nicht zufällig hat daher die theologische Auseinandersetzung mit der neuartigen Sekte ihren Ursprung am Mittelrhein: 1163 reiste Hildegard von Bingen nach Köln, um den dortigen Klerus im Kampf gegen die Häretiker zu stärken, und bald darauf verfasste Abt Ekbert von Schönau seine „Predigten gegen die Katharer“. Im Vortrag sollen Lehre und Wirken der rheinischen Katharer, aber auch die Gegenmaßnahmen der kirchlichen Autoritäten anhand zeitgenössischer Quellen erörtert werden.